Was du immer schon über Kitas wissen wolltest...
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Letzte Aktualisierung: 06-Okt-2009
 
Fragen
1. Woher stammt der Name: Kindermühle?
2. Weshalb ist ein Kitaplatz in einer Elterninitiative teurer, als in einer vergleichbaren Einrichtung eines anderen Trägers?
3. Wie lange existiert die Elternselbsthilfe Kindermühle schon?
4. Wie sind die Öffnungszeiten der Kita?
5. Ist die Einrichtung das ganze Jahr über geöffnet?
6. Ab welchem Alter werden Kinder in der Kindermühle aufgenommen?
7. Ist mein Kind während des Aufenthaltes in der Kita versichert?
8. Wie und wann kann ich mein Kind anmelden?
9. Wie lange dauert es, bis mein Kind aufgenommen wird?
10. Was kommt an Elterndiensten und anderen Arbeiten auf mich zu?
11. Wenn ich meinen Verpflichtungen zu Elterndiensten einmal nicht nach kommen kann, was dann?
12. Stimmt es, dass die Kita nur vorübergehend in der Wertherstraße 84 untergebracht ist?
13. Welche Vorstellungen gibt es bezüglich der Ernährung der Kinder?
14. Bedeutet Tagesstätte, dass mein Kind während der gesamten Öffnungszeit betreut werden kann?
15. Wieso haben 1 - 2-jährige Kinder ein größere Chance auf Aufnahme in die Kita?
 
Antworten
1. Woher stammt der Name: Kindermühle?

Die Kindertagesstätte war zu Zeiten ihrer Gründung in einer Mühle untergebracht. Im Gegensatz zu der im Logo abgebildeten Windmühle, handelte es sich dabei um eine Wassermühle, die im Ortsteil Heepen lag.

2. Weshalb ist ein Kitaplatz in einer Elterninitiative teurer, als in einer vergleichbaren Einrichtung eines anderen Trägers?
Im Falle einer Elterninitiative übernahm die öffentliche Förderung bisher in der Regel nur 96% der laufenden Kosten. 4% der gesamten Kosten (Gehälter / Miete / Ausstattung / Erhaltungsaufwand / etc.) mussten die Eltern in ihrer Eigenschaft als Träger der Einrichtung selber aufbringen (Trägeranteil). Die Situation hat sich durch das freiwillige Engagement einiger Kommunen auch in Bielefeld dahin gehen geändert, dass die Eltern durch die Übernahme der Trägerbeiträge entlastet wurden.

Dennoch entstehen dem Elternverein trotz ehrenamtlicher Tätigkeit der Funktionsträger zusätzliche Kosten, die über den bei uns gültigen Mitgliedsbeitrag und gelegentliche Einzelspendeaktionen aufgebracht werden müssen.Dabei haben sich die Eltern der Kindermühle darauf verständigt, dass die Höhe des Mitgliedsbeitrages ausreichen soll, um gegebenenfalls besondere Aktivitäten wie zum Beispiel Kunst-, Musik- oder Bewegungsangebote durch externe Kräfte finanziell fördern zu können oder in Zeiten personeller Knappheit zusätzliche Vertretung organisieren zu können. Siehe auch >>>
3. Wie lange existiert die Elternselbsthilfe Kindermühle schon?

Die Wurzeln der Kindertagesstätte Kindermühle reichen zurück bis in die Anfänge der 70-er Jahre. Im Jahre 1972 wurde die erste Kindergruppe des Vereins Elternselbsthilfe (ESH) Kindermühle gegründet. Im Jahr 2002 wäre also das 30. Jubiläum zu feiern gewesen. Wegen des in diesem Jahr zu bewältigenden Umzuges sah sich keiner der Aktiven in der Lage die Feierlichkeiten angemessen vorzubereiten, so dass diese leider ausfallen mussten.

4. Wie sind die Öffnungszeiten der Kita?

Im Bereich mit 45-stündiger Buchungszeit: Mo. bis Do. ist die Kita von 7:30 bis 16:45 Uhr geöffnet. Am Fr. schließen wir bereits um 15:30 Uhr.

Im Bereich mit 35-stündiger Buchungszeit: Mo. bis Fr. ist die Kita von 8:00 bis um 15:00 Uhr geöffnet.

5. Ist die Einrichtung das ganze Jahr über geöffnet?

Nein, wir haben nicht das ganze Jahr über geöffnet. In der Regel schließen wir die Kita in den Sommerferien für 3 Wochen und ca. 10 - 14 Tage über Weihnachten und Neujahr. Die genauen Schließungszeiten werden in enger Abstimmung zwischen Vorstand, Eltern und MitarbeiterInnen mindestens ein halbes Jahr im Voraus festgelegt. Wir können während dieser Zeiten keine Auffangmöglichkeit für Kinder anbieten, werden bei dringendem Bedarf aber gerne helfen nach einer Betreuung in einer Nachbar-Kita oder über das Jugendamt zu suchen.

Außer der Sommerschließung gibt es noch einen Konzepttage im Jahr, an denen die MitarbeiterInnen ihre pädagogische Arbeit planen, einen Betriebsausflug und manchmal auch Brückentage vor oder nach Feiertagen, an denen die Kita ebenfalls geschlossen ist.

Die Betreuung der Kinder wird bei Bedarf dann von den Eltern untereinander, entweder zuhause oder in den Räumen der Kita geregelt.

6. Ab welchem Alter werden Kinder in der Kindermühle aufgenommen?
In der Regel* nehmen wir Kinder im Alter ab ca. 12 Monaten bis zum Alter von 6 Jahren auf.
(*In Ausnahmefällen ist grundsätzlich auch eine Aufnahme ab 4 Monaten möglich.)
7. Ist mein Kind während des Aufenthaltes in der Kita versichert?

Ja, die Kinder sind während ihres Aufenthaltes in der Kita und bei Aktionen außerhalb der Einrichtung, die zum Programm des Kitaangebotes gehören und unter der Aufsicht der ErziehrInnen stattfinden, durch die gesetzliche Unfallversicherung in der Unfallkasse NRW versichert (gilt auch für Besuchskinder).

Wenn die Kinder ohne pädagogisches Personal in den Räumen der Kita betreut werden, gilt dieser Versicherungsschutz nicht. Für diesen Fall muss geklärt werden, ob eine Haftpflichtversicherung der betreuenden Personen besteht, die für eventuelle Schäden aufkommt.

8. Wie und wann kann ich mein Kind anmelden?

Wenn wir einen Überblick haben,

  • wie viele Eltern von der bestehenden Warteliste ihre Anmeldung aufrecht erhalten wollen,
  • wir absehen können, wie viele Kinder die Einrichtung im / bis zum Sommer des folgenden Jahres verlassen werden,
  • wir eine Planung der Neuaufnahmen bezüglich Alter und Geschlecht vorbereitet haben
  • und unsere Planungen vom Jugendamt der Stadt Bielefeld bestätigt wurden,

geben wir jeweils einer Gruppe interessierter Eltern die Gelegenheit sich auf einem Info-Nachmittag über unsere Kita zu informieren.

An diesem Termin ist es auch möglich, wenn Euch unsere Einrichtung, unser Konzept und die Aussichten auf rege Elternmitarbeit gefallen, Euer Kind bei uns anzumelden und auf die Warteliste setzen zu lassen.

Diese Infonachmittage bieten wir je nach Bedarf 1 - 3 mal im Jahr 10 bis 15 Eltern an. Aktuelle Infos hierzu findet man immer direkt auf unserer Einstiegsseite. >>>

9. Wie lange dauert es, bis mein Kind aufgenommen wird?

Leider kann aus dem Anmeldezeitpunkt keine verlässliche Aussage abgeleitet werden, wann und ob überhaupt eine Aufnahme in die Kindermühle erfolgen wird.

Grundsätzlich werden die meisten Kinder im Sommer nach Ende der Schulferien aufgenommen, wenn die schulpflichtigen Kinder die Einrichtung verlassen haben.

Erfahrungsgemäß liegt die Gesamtzahl der frei werdenden Plätze zwischen 5 - 10 Kita-Plätzen pro Kita-Jahr. Neu aufzunehmende Kinder werden dann nach unseren Bedürfnissen in Bezug auf Alter und Geschlecht der Kinder in Reihenfolge ihres Platzes auf der Warteliste berücksichtigt, da wir an einer funktionierenden Gruppenstruktur sowohl für die "alten" wir für die neuen Kinder interessiert sind. Bei gleichen Voraussetzungen zählen noch Wohnort- bzw. Arbeitsplatznähe und das Anmeldedatum eine Rolle.

Dazu kommt noch, dass Geschwisterkinder, die alters- und geschlechtsmäßig in die Gruppen passen, bevorzugt aufgenommen werden, um die Betreuungssituation für Eltern und Kinder aus der Einrichtung zu vereinfachen.

Vereinzelt werden im laufenden Jahr z. B. durch Umzug auch anderweitig Plätze frei, die wir dann nach Möglichkeit kurzfristig mit weiteren Kindern von der Warteliste besetzen.

10. Was kommt an Elterndiensten und anderen Arbeiten auf mich zu?

Der Arbeitsanfall, den die Eltern als Träger der Einrichtung zu bewältigen haben, wird immer wieder leicht unterschätzt. Er beläuft sich insgesamt aber auf ca. 1/2 bis 1 ganze Stelle, welcher nebenbei und ehrenamtlich zu erledigen ist!

Es gibt jeden Monat, in denen der Betreuungsvertrag zwischen Kita und Eltern besteht, 3 - 4 Pflicht-Stunden je Elternpaar (allein Erziehende 1,5 - 2 Std.), in denen Arbeiten rund um den Erhalt und den Ausbau der Kita zu erledigen sind. Die Aufgabenverteilung wird auf Elternabenden oder direkt in Absprache mit Vorstand und Leitung vorgenommen. Kleinere Aufgaben werden per Aushang vergeben.

Eltern die sich in der Gremienarbeit engagieren oder einen besonderen Posten in der Verwaltung des Vereins übernommen haben, werden nicht unbedingt bevorzugt zu anderen Elterndiensten heran gezogen, sind aber nicht generell davon frei gestellt. Sie dokumentieren die geleisteten Stunden ihrer Vorstand-, Rats-, sonstigen Tätigkeit ebenfalls.

Einen regelmäßigen verbindlichen Elterndienst im Rahmen der täglichen Betreuung der Kinder gibt es in unserer Einrichtung nicht.

11. Wenn ich meinen Verpflichtungen zu Elterndiensten einmal nicht nach kommen kann, was dann?

Auf längere Sicht ist eine Beteiligung an den Elterndiensten unverzichtbarer Bestandteil des Lebens in einer Elterninitiative. Wir sehen Elterndienste weniger als lästige Pflicht, denn als Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der Kita teilzuhaben, eigene Fähigkeiten einzubringen und auf diese Weise auch den Kindern Ansätze eines Gemeinschaftsgefühls zu vermitteln, das über das einer reinen Zweckgemeinschaft hinaus geht.

Sollte es einmal eine Zeit geben, in der es aus familiären oder beruflichen Gründen nicht möglich ist, die erwartete Arbeitsleistung zu erbringen, kann man sich auf Antrag und in Absprache mit dem Vorstand durch Zahlung eines Kostenbeitrages hier von befreien. Mit dem eingezahlten Geld werden dann bei Bedarf Aushilfskräfte zur Erledigung bestimmter Arbeiten beschäftigt. Siehe auch >>>

Vielfach wird es auch möglich sein, die nicht geleisteten Stunden einfach später nachzuarbeiten. Es gibt immer wieder mal mehr zu tun, als durch die Pflichtstunden aller Eltern insgesamt abgedeckt ist. Wichtig ist hauptsächlich, dass man bezüglich der Umstände eines zeitlich befristeten "Minderengagements" miteinander im Gespräch ist und bleibt, damit es zu keinen Missverständnissen kommt.

12. Stimmt es, dass die Kita nur vorübergehend in der Wertherstraße 84 untergebracht ist?

Nein, das stimmt nun nicht mehr! Wir bleiben in der Wertherstraße.

Ursprünglich hatte die Kindermühle ihre Zelte in der Wertherstraße nur vorübergehend für ca. 1 1/2 bis 2 Jahre aufschlagen wollen. Danach war der Umzug in einen Neubau an der Apfelstraße geplant. Wir hofften, dass die in diesem Zusammenhang laufenden Planungen zu einem wunschgemäßen Abschluss kommen würden. Dies war leider nicht der Fall, sodass wir uns darum bemüht haben, dauerhaft in den Räumen der Altstädter-Nicolai-Kirche bleiben zu können.

Nach Abschluss vieler Gespräche und Verhandlungen, ist der Verbleib und die Existenz der Kita Kindermühle an der Wertherstraße dauerhaft gesichert.

Die Umbaumaßnahmen, die für einen kindgerechten Betrieb einer Kita in den Räumen der Altstädter Nicoai-Gemeinde erforderlich waren, wurden im November 2003 begonnen und sind im Mai 2004 abgeschlossen worden.

Im Sommer 2008 konnten wir uns sogar um eine dritte Gruppe vergrößern. Die dazu erforderlichen Umgestaltungsmaßnahmen haben sich zwar einige Zeit hingezogen und konnten erst im schon laufenden Betrieb abgeschlossen werden. Seitdem dies aber geschehen ist, bieten wir 10 zusätzlichen Kindern unter 3 Jahren Betreuung, Erziehung und Bildung an.

13. Welche Vorstellungen gibt es bezüglich der Ernährung der Kinder?

Wir versuchen die Ernährung soweit möglich und sinnvoll vollwertig und in biologischer Qualität anzubieten. Dabei verzichten wir auf die Zubereitung und Verabreichung von fleischlicher Kost. Kinder mit bestimmten Ernährungsvorschriften werden in Absprache mit den Eltern entsprechend versorgt.

Etwa 80 - 90% unserer Lebensmittel besorgen wir aus biologischem oder naturnahmen Anbau. Der Verzehr von Süßkram wird stark reglementiert.

Seit Anfang Mai 2004 wird das Essen von einer eigens hierfür eingestellten Köchin direkt in unserer Einrichtung frisch zubereitet.

14. Bedeutet Tagesstätte, dass mein Kind während der gesamten Öffnungszeit betreut werden kann?

Das bedeutet es nicht automatisch.

Die zu diesem Thema existierenden gesetzlichen Vorschriften und Erlasse lassen einen weiten Interpretationsspielraum. Es wird aber davon ausgegangen, dass eine regelmäßige tägliche Unterbringung von ca. 6 Stunden dem Anspruch der Kinder auf Erziehung, Bildung und Betreuung vollkommen gerecht wird. Außerdem sollen Alter und besondere Gegebenheiten des Kindes bei der zumutbaren Dauer der Unterbringung im Sinne des Kindeswohls berücksichtigt werden, d. h. es kann von Fall zu Fall auch eine kürzere Unterbringung (vorübergehend oder dauerhaft) durchaus angebracht sein.

Allerdings sind wir als Einrichtung auch gehalten, nach Möglichkeit die Lebens- und Arbeitssituation der Eltern angemessen zu berücksichtigen.

Das Personal ist so berechnet, dass es eine längere Kernzeit gibt, in der selbstverständlich alle Kinder gut betreut werden können. Im Früh- und Spätdienst wäre eine regelmäßige Betreuung aller Kinder nach fachlichen Standards nicht zu gewährleisten.

Die Entscheidung über die Dauer der täglichen Betreuung trifft im Einzelfall die Leitung der Einrichtung in Abstimmung mit dem Fachpersonal, den betroffenen Eltern und dem Träger der Einrichtung.

15. Wieso haben 1 - 2-jährige Kinder ein größere Chance auf Aufnahme in die Kita?

Die meisten Kinder durchlaufen die Kita von der Aufnahme in den ersten Lebensjahren bis zur Einschulung. Durch unsere zwei Krippengruppen mit 20 Kindern im Alter bis zu ca. 3 Jahren schaffen wir unseren Nachwuchs für die eine Gruppe mit den bis zu 25 Über-3-jährigen quasi selbst.

Abmeldungen von älteren Kindern im laufenden Kitajahr kommen relativ selten vor, weshalb sich in diesem Altersbereich selten freie Plätze ergeben. Diese werden im Rahmen unserer Gesamtplanungen dann natürlich nach Möglichkeit von der Warteliste besetzt.