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Letzte Aktualisierung: 30-Aug-2016
 
Fragen
1. Woher stammt der Name: Kindermühle?
2. Weshalb ist ein Kitaplatz in einer Elterninitiative teurer, als in einer vergleichbaren Einrichtung eines anderen Trägers?
3. Wie lange existiert die Elternselbsthilfe Kindermühle schon?
4. Wie sind die Öffnungszeiten der Kita?
5. Ist die Einrichtung das ganze Jahr über geöffnet?
6. Ab welchem Alter und nach welchen Kriterien werden Kinder in der Kindermühle aufgenommen?
7. Ist mein Kind während des Aufenthaltes in der Kita versichert?
8. Wie und wann kann ich mein Kind anmelden?
9. Wie lange dauert es, bis mein Kind aufgenommen wird?
10. Was kommt an Elterndiensten und anderen Arbeiten auf mich zu?
11. Wenn ich meinen Verpflichtungen zu Elterndiensten einmal nicht nach kommen kann, was dann?
12. Stimmt es, dass die Kita nur vorübergehend in der Wertherstraße 84 untergebracht ist?
13. Welche Vorstellungen gibt es bezüglich der Ernährung der Kinder?
14. Bedeutet Tagesstätte, dass mein Kind während der gesamten Öffnungszeit betreut werden kann?
15. Wieso haben 1 - 2-jährige Kinder ein größere Chance auf Aufnahme in die Kita?
 
Antworten
1. Woher stammt der Name: Kindermühle?

Die Kindertagesstätte war zu Zeiten ihrer Gründung in einer Mühle untergebracht. Im Gegensatz zu der im Logo abgebildeten Windmühle, handelte es sich dabei um eine Wassermühle, die im Ortsteil Heepen liegt, aber schon lange nicht mehr als Betreuungseinrichtung genutzt wird.

2. Weshalb ist ein Kitaplatz in einer Elterninitiative immer noch etwas teurer, als in einer vergleichbaren Einrichtung eines anderen Trägers?

Im Falle einer Elterninitiative übernahm die öffentliche Förderung bisher in der Regel nur 96% der laufenden Kosten. 4% der gesamten Kosten (Gehälter / Miete / Ausstattung / Erhaltungsaufwand / etc.) mussten die Eltern in ihrer Eigenschaft als Träger der Einrichtung selber aufbringen (Trägeranteil).

Die Situation hat sich durch das freiwillige Engagement einiger Kommunen, zu denen dankenswerter Weise auch Bielefeld gehört, dahin gehen geändert, dass die Initiativkitas durch die Übernahme der Trägerbeiträge entlastet wurden.

Trotz vieler ehrenamtlich erledigten Tätigkeiten der Funktionsträger und Eltern, die sich kostensparend auswirken, entstehen dem Elternverein aber dennoch zusätzliche Kosten, die über den bei uns gültigen Mitgliedsbeitrag und gelegentliche Einzelspendeaktionen aufgebracht werden müssen.

Dabei haben sich die Eltern der Kindermühle darauf verständigt, dass die Höhe des Mitgliedsbeitrages ausreichen soll, um gegebenenfalls besondere Aktivitäten wie zum Beispiel Kunst-, Musik- oder Bewegungsangebote durch externe Kräfte finanziell fördern oder in Zeiten personeller Knappheit zusätzliche Vertretung organisieren zu können.
Siehe auch >>>

3. Wie lange existiert die Elternselbsthilfe Kindermühle schon?

Die Wurzeln der Kindertagesstätte Kindermühle reichen zurück bis in die Anfänge der 70-er Jahre. Im Jahre 1972 wurde die erste Kindergruppe des Vereins Elternselbsthilfe (ESH) Kindermühle gegründet. Im Jahr 2012 wäre also das 40. Jubiläum zu feiern gewesen.

4. Wie sind die Öffnungszeiten der Kita?

Im Bereich mit 45-stündiger Buchungszeit: Mo. bis Do. ist die Kita von 7:30 bis 16:45 Uhr geöffnet. Am Fr. schließen wir bereits um 15:30 Uhr.

Im Bereich mit 35-stündiger Buchungszeit: Mo. bis Fr. ist die Kita von 8:00 bis um 15:00 Uhr geöffnet.

5. Ist die Einrichtung das ganze Jahr über geöffnet?

Nein, wir haben nicht das ganze Jahr über geöffnet.

In der Regel schließen wir die Kita in den Sommerferien für 3 Wochen und ca. 10 - 14 Tage über Weihnachten und Neujahr. Die genauen Schließungszeiten werden vom Kita-Rat in enger Abstimmung zwischen Vorstand, Eltern und MitarbeiterInnen mindestens ein halbes Jahr im Voraus festgelegt. Wir können während dieser Zeiten keine Auffangmöglichkeit für Kinder anbieten, werden bei dringendem Bedarf aber gerne helfen nach einer Betreuung in einer Nachbar-Kita oder über das Jugendamt zu suchen.

Außer der Sommerschließung gibt es noch ein bis zwei Konzepttage im Jahr, an denen die MitarbeiterInnen ihre pädagogische Arbeit planen, einen Betriebsausflug und manchmal auch Brückentage vor oder nach Feiertagen, an denen die Kita ebenfalls geschlossen ist.

Die Betreuung der Kinder wird bei Bedarf auch von den Eltern untereinander, entweder zuhause oder in den Räumen der Kita geregelt.

6. Ab welchem Alter und nach welchen Kriterien werden Kinder in der Kindermühle aufgenommen?

In der Regel* nehmen wir Kinder im Alter ab ca. 12 Monaten bis zum Alter von 6 Jahren auf. (*In Ausnahmefällen ist grundsätzlich auch eine Aufnahme ab 4 Monaten möglich.)

Bei der Auswahl von Kindern richten wir uns vor dem Hintergrund der jeweils bestehenden Struktur der Gruppe danach, welche Geschwisterkinder wir zu berücksichtigen haben, welches Alter (auf ca. 1/4-Jahr genau) und Geschlecht sich an welcher Stelle in der Alterspyramide am besten in die Gruppe einfügt, welche Buchungspräferenzen die Eltern geäußert haben, ob Wohnung oder Arbeitsstelle der Eltern im Umfeld der Kita liegen und wie lange die Anmeldung schon vorliegt.

Je nach sozialer und soziokultureller Zusammensetzung der bestehenden Elternschaft prüfen wir, inwieweit wir - bei ansonsten vergleichbaren Voraussetzungen - zusätzliche Kriterien wie alleinerziehend, Migrationshintergrund, oder soziale Härten berücksichtigen können, soweit diese uns bekannt und einigermaßen einschätzbar sind.

7. Ist mein Kind während des Aufenthaltes in der Kita versichert?

Ja, die Kinder sind während ihres Aufenthaltes in der Kita und bei Aktionen außerhalb der Einrichtung, die zum Programm der Kita gehören und unter der Aufsicht der ErziehrInnen stattfinden, durch die gesetzliche Unfallversicherung in der Unfallkasse NRW versichert (gilt auch für Besuchskinder).

Wenn die Kinder ohne pädagogisches Personal in den Räumen der Kita betreut werden, gilt dieser Versicherungsschutz nicht. Für diesen Fall muss geklärt werden, ob eine Haftpflichtversicherung der betreuenden Personen besteht, die für eventuelle Schäden aufkommt.

8. Wie und wann kann ich mein Kind anmelden?

Seit dem Anmeldeverfahren für das Kita-Jahr 2015/2016 ist es möglich Kinder in Bielefelder Kitas ganzjährig anzumelden.

Dieses Anmeldeportal ist seit Oktober 2014 freigeschaltet und im Internet unter der Adresse https://portal.little-bird.de/ zu erreichen.

Eine Anmeldung über das Portal erleichtert uns insofern die Arbeit, als dass die Eltern einen wichtigen Teil der Dateneingabe übernehmen. Für den Fall, dass es nicht zu einem Betreuungsvertrag mit der Kindermühle kommt, können dann auch andere Kitas auf die bereits hinterlegten Daten zurückgreifen.

9. Wie lange dauert es, bis mein Kind aufgenommen wird?

Bedingt durch die Veränderungen, die das neue Anmeldeverfahren vermutlich für unsere bisher üblichen Abläufe mit sich bringt, können wir derzeit noch keine exakten Aussagen zu unserem weiteren Vorgehen machen. Wir werden versuchen, anmeldenden Eltern so schnell wie möglich eine Rückmeldung über ihre konkreten Aussichten zu geben.

Erfahrungsgemäß liegt bei uns die Gesamtzahl der frei werdenden Plätze zwischen 8 - 12 Kita-Plätzen pro Jahr. Grundsätzlich werden die meisten neuen Kinder im Sommer nach Ende der Kitaferien aufgenommen, wenn die schulpflichtigen Kinder die Einrichtung verlassen haben.

Für von außen zu uns kommende Eltern ist noch zu bedenken, dass Geschwisterkinder, die alters- und geschlechtsmäßig in die Gruppen passen, bevorzugt aufgenommen werden, um die Betreuungssituation für Eltern und Kinder aus der Einrichtung zu vereinfachen.

Vereinzelt werden im laufenden Jahr z. B. durch Umzug auch anderweitig Plätze frei, die wir dann nach Möglichkeit kurzfristig mit weiteren Kindern von der Warteliste / aus den Vormerkungen in "Little Bird" besetzen.

10. Was kommt an Elterndiensten und anderen Arbeiten auf mich zu?

Der Arbeitsanfall, den die Eltern als Träger der Einrichtung zu bewältigen haben, wird immer wieder leicht unterschätzt. Er beläuft sich aber auf insgesamt ca. 1/2 bis 1 ganze Stelle, welcher nebenbei und ehrenamtlich zu erledigen ist!

Es gibt jeden Monat, in denen der Betreuungsvertrag zwischen Kita und Eltern besteht, 3 - 4 Pflicht-Stunden je Elternpaar (allein Erziehende 1,5 - 2 Std.), in denen Arbeiten rund um den Erhalt und den Ausbau der Kita zu erledigen sind. Die Aufgabenverteilung wird vom Kita-Rat, auf Elternabenden oder direkt in Absprache mit Vorstand und Leitung vorgenommen. Kleinere Aufgaben werden per Aushang vergeben.

Eltern die sich in der Gremienarbeit engagieren oder einen besonderen Posten in der Verwaltung des Vereins übernommen haben, werden nicht unbedingt bevorzugt zu anderen Elterndiensten heran gezogen, sind aber nicht generell davon frei gestellt. Sie dokumentieren die geleisteten Stunden ihrer Vorstand-, Rats-, sonstigen Tätigkeit ebenfalls.

Einen regelmäßigen verbindlichen Elterndienst im Rahmen der täglichen Betreuung der Kinder gibt es in unserer Einrichtung nicht.

Darüber hinaus gibt es vier mal im Jahr unseren Aktionstag, an dem die Möglichkeit besteht, zusammen mit den anderen teinehmenden Eltern Arbeiten rund um die Belange des Hauses zu erledigen. Zwei Teilnahmen je Familie und Kita-Jahr sind verpflichtend, gedanklich steht aber weniger die Pflicht als die Freude an gemeinschaftlichem Tun für die Kinder im Vordergrund dieser Aktivitäten.

11. Wenn ich meinen Verpflichtungen zu Elterndiensten einmal nicht nach kommen kann, was dann?

Auf längere Sicht ist eine Beteiligung an den Elterndiensten unverzichtbarer Bestandteil des Lebens in einer Elterninitiative. Wir sehen Elterndienste weniger als lästige Pflicht, denn als Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der Kita teilzuhaben, eigene Fähigkeiten einzubringen und auf diese Weise auch den Kindern Ansätze eines Gemeinschaftsgefühls zu vermitteln, das über das einer reinen Zweckgemeinschaft hinaus geht.

Sollte es einmal eine Zeit geben, in der es aus familiären oder beruflichen Gründen nicht möglich ist, die erwartete Arbeitsleistung zu erbringen, kann man sich auf Antrag und in Absprache mit dem Vorstand durch Zahlung eines Kostenbeitrages hier von befreien. Mit dem eingezahlten Geld werden dann bei Bedarf Aushilfskräfte zur Erledigung bestimmter Arbeiten beschäftigt. Siehe auch >>>

Vielfach wird es auch möglich sein, die nicht geleisteten Stunden einfach später nachzuarbeiten. Es gibt immer wieder mal mehr zu tun, als durch die Pflichtstunden aller Eltern insgesamt abgedeckt ist. Wichtig ist hauptsächlich, dass man bezüglich der Umstände eines zeitlich befristeten "Minderengagements" miteinander im Gespräch ist und bleibt, damit es zu keinen Missverständnissen kommt.

Im Übrigen zählt auch der vertretungsweise Einsatz von Nachbarn, Freunden, Großeltern, Au-Pairs etc. bei der Erledigung der Arbeitsaufträge mit.

12. Stimmt es, dass die Kita nur vorübergehend in der Wertherstraße 84 untergebracht ist?

Ursprünglich hatte die Kindermühle ihre Zelte in der Wertherstraße nur vorübergehend für ca. 1 1/2 bis 2 Jahre aufschlagen wollen. Danach war der Umzug in einen Neubau an der Apfelstraße geplant.

Wir hofften seinerzeit, dass die in diesem Zusammenhang laufenden Planungen zu einem wunschgemäßen Abschluss kommen würden. Dies war leider nicht der Fall, sodass wir uns darum bemüht haben, dauerhaft in den Räumen der Altstädter-Nicolai-Kirche zu bleiben.

Nach Abschluss vieler Gespräche und Verhandlungen, war der Verbleib und die Existenz der Kita Kindermühle an der Wertherstraße dann dauerhaft gesichert, sodass wir mittlerweile über 12 Jahre an unserem neuen Standort tätig sind.

Die Umbaumaßnahmen, die für einen kindgerechten Betrieb einer Kita in den Räumen der Altstädter Nicoai-Gemeinde erforderlich waren, wurden während des laufenden Betriebes im November 2003 begonnen und sind im Mai 2004 abgeschlossen worden.

13. Welche Vorstellungen gibt es bezüglich der Ernährung der Kinder?

Wir versuchen die Ernährung soweit möglich und sinnvoll vollwertig und in biologischer Qualität anzubieten. Dabei verzichten wir vollständig auf die Zubereitung und Verabreichung von fleischlicher Kost.

Kinder mit bestimmten Ernährungsvorschriften werden in Absprache mit den Eltern entsprechend versorgt.

Etwa 80 - 90% unserer Lebensmittel besorgen wir aus biologischem oder naturnahmen Anbau. Der Verzehr von Süßkram wird stark reglementiert.

Seit Anfang Mai 2004 wird das Essen von einer eigens hierfür eingestellten Köchin direkt in unserer Einrichtung frisch zubereitet.

14. Bedeutet Tagesstätte, dass mein Kind während der gesamten Öffnungszeit betreut werden kann?

Das bedeutet es nicht automatisch.

Die zu diesem Thema existierenden gesetzlichen Vorschriften und Erlasse lassen einen weiten Interpretationsspielraum. Es wird aber davon ausgegangen, dass eine regelmäßige tägliche Unterbringung von ca. 6 Stunden dem Anspruch der Kinder auf Erziehung, Bildung und Betreuung vollkommen gerecht wird.

Außerdem sollen Alter und besondere Gegebenheiten des Kindes bei der zumutbaren Dauer der Unterbringung im Sinne des Kindeswohls berücksichtigt werden, d. h. es kann von Fall zu Fall auch eine kürzere Unterbringung (vorübergehend oder dauerhaft) durchaus angebracht sein.

Natürlich sind wir als Einrichtung ebenfalls gehalten, nach Möglichkeit die Lebens- und Arbeitssituation der Eltern angemessen zu berücksichtigen.

Das Personal ist so berechnet, dass es eine längere Kernzeit gibt, in der selbstverständlich alle Kinder gut betreut werden können. Im Früh- und Spätdienst wäre eine regelmäßige Betreuung aller Kinder nach fachlichen Standards nicht zu gewährleisten.

Die Entscheidung über die Dauer der täglichen Betreuung trifft im Einzelfall die Leitung der Einrichtung in Abstimmung mit dem Fachpersonal, den betroffenen Eltern und dem Träger der Einrichtung.

15. Wieso haben 1 - 2-jährige Kinder ein größere Chance auf Aufnahme in die Kita?

Die meisten Kinder durchlaufen die Kita von der Aufnahme in den ersten beiden Lebensjahren bis zur Einschulung. Durch unsere Krippengruppe mit 10 Kindern im Alter bis zu ca. 3 Jahren schaffen wir einen großen Anteil unseres Nachwuchs für die eine Gruppe mit den bis zu 20 Über-3-jährigen quasi selbst.

Durch die Umgestaltung einer Gruppe und die Vergrößerung auf 50 Betreuungsplätze ab dem Kita-Jahr 2016-2017 wird es regelmäßig zu einigen freien Plätzen auch für drei-, vier- oder fünfjährige Kinder kommen.

Abmeldungen von älteren Kindern im laufenden Kitajahr kommen ansonsten relativ selten vor, weshalb sich in diesem Altersbereich generell selten zusätzliche freie Plätze ergeben. Diese werden im Rahmen unserer Gesamtplanungen dann natürlich bevorzugt von unserer (Little Bird-)Warteliste besetzt.